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Brauche ich als Influencer für Instagram ein Gewerbe? Mr Beam erklärt's

Brauche ich als Influencer für Instagram ein Gewerbe? Mr Beam erklärt's

Wer als Influencer auf Social-Media-Plattformen wie Instagram tätig wird und sich eine Fangemeinde aufbaut, kann innerhalb kürzester Zeit Geld mit Werbung und Produktplatzierungen verdienen. Beliebte Influencer haben schnell eine große Zahl an Followern und bekommen dann Werbeanfragen von Firmen oder kostenlose Produkte zugeschickt. Hat man vor ein paar Jahren noch geschmunzelt über das Influencer-Dasein, so genießen zahlreiche Influencer mittlerweile großes Ansehen und können mit diesem Beruf ein beachtliches Vermögen aufbauen. Doch nicht nur Millionen von Followern werden auf einflussreiche Internetpersönlichkeiten aufmerksam, auch das Finanzamt wird hier hellhörig. Wer Instagram nicht nur als Hobby betrachtet, sondern hier seine berufliche Zukunft sieht, sollte einiges beachten. So ist es beispielsweise sinnvoll, als Influencer ein Gewerbe anzumelden.

Brauche ich als Influencer ein Gewerbe?

Grundsätzlich gilt: Nicht jeder Blogger oder Influencer muss automatisch ein Gewerbe anmelden. Wenn du beispielsweise einer künstlerischen oder journalistischen Tätigkeit nachgehst, geht man nach deutschem Recht von einer freiberuflichen Tätigkeit aus. So kann es sein, dass ein Influencer, der künstlerische Inhalte produziert, oder journalistische Inhalte teilt, keinen Gewerbeschein braucht. Als Freiberufler tätig zu sein hat den Vorteil, dass man keine Gewerbesteuer zahlen und man als Freiberufler nicht unbedingt für Instagram ein Gewerbe anmelden muss.

Das ändert sich jedoch ganz schnell, wenn man nicht nur seine eigenen künstlerischen oder journalistischen Inhalte auf Instagram teilt, sondern auch Werbung für Firmen macht. Wenn du Produkte vorstellst und dafür Geld von den jeweiligen Firmen erhältst, so deutet das auf eine gewerbliche Tätigkeit hin. Werbende und werbe-ähnliche Tätigkeiten können nicht zu den freiberuflichen Tätigkeiten gezählt werden, sondern sind als Gewerbe einzustufen und man muss für Instagram ein Gewerbe anmelden. 

In der Regel sollte man als Influencer für Instagram also ein Gewerbe anmelden. Die Abgrenzung zwischen Gewerbetreibenden und Freiberuflern ist nicht immer leicht. Hier lohnt es sich, sich zu informieren, welche Berufe laut Einkommenssteuergesetz zu den freiberuflichen Tätigkeiten gezählt werden. In den meisten Fällen wird ein auf Instagram tätiger Influencer jedoch zu den Gewerbetreibenden gezählt und man muss als Influencer ein Gewerbe anmelden. Meldet man als Influencer sein Gewerbe nicht an, so kann das weitreichende steuerrechtliche Konsequenzen haben.

Wann benötige ich als Influencer ein Gewerbe für Instagram?

Instagram Gewerbe anmelden

Nicht immer kann man bei einer Tätigkeit als Influencer auf Instagram ganz klar zwischen Hobby und professioneller Tätigkeit unterscheiden. Die Grenzen sind oftmals fließend. Hast du vor, dauerhaft Gewinn als Influencer zu erzielen, musst du auf jeden Fall ein Gewerbe anmelden. Auch wenn deine Einnahmen als Influencer sehr gering sind und du durch Werbung, Affiliatelinks und Produktplatzierungen nur deine Kosten decken möchtest, solltest du ein Gewerbe anmelden. Hier gilt es, Abmahnungen und Strafen zu vermeiden.

Das heißt, du solltest sofort ein Gewerbe anmelden, wenn du vorhast, als Influencer auf Instagram Geld zu verdienen. In vielen Fällen kannst du ein Gewerbe auch zwei bis drei Monate rückwirkend anmelden. Hierfür gibt es allerdings keine Gewähr. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Art Probezeit, in welcher du testen kannst, ob dein Vorhaben funktioniert. Allerdings wird diese sogenannte Probezeit nur von einigen Gewerbeämtern aus Kulanz gewährt. Du kannst nicht davon ausgehen, dass das auch auf dein Gewerbeamt zutrifft. Meldest du dein Gewerbe zu spät an, riskierst du Abmahnungen durch Konkurrenten und es können zusätzliche Kosten in Form von Bußgeldern auf dich zukommen. Nur wenn du wirklich gar kein Geld verdienst, mit deiner Tätigkeit auf Instagram, kannst du auf eine Gewerbeanmeldung verzichten. Hast du vor, Geld als Influencer auf Instagram zu verdienen, meldest du am besten umgehend mit Aufnahme deiner Tätigkeit ein Gewerbe an.

Wie melde ich als Influencer ein Gewerbe an?

Eine Gewerbeanmeldung ist nicht schwer. Wenn du für Instagram ein Gewerbe anmelden möchtest, gehst du zu deinem örtlichen Gewerbeamt und beantragst dort einen Gewerbeschein. Das kostet dich etwa 30 bis 40 Euro. Du solltest daher Bargeld und deinen Personalausweis mitbringen. Du musst deine Gewerbeanmeldung ausfüllen und dort auch deine Tätigkeit beschreiben. Hier empfiehlt es sich, die Tätigkeit als Influencer nicht zu stark einzugrenzen. Viele Blogger und Influencer tragen bei der Tätigkeitsbeschreibung "Internet-Dienstleistungen" ein. Du wirst durch deine Gewerbeanmeldung automatisch Pflichtmitglied in der IHK und erhältst Post von der IHK und vom Finanzamt.

Muss man für Instagram immer ein Gewerbe anmelden oder gibt es Ausnahmen?

Manche Influencer testen möglicherweise nur Produkte und erhalten diese regelmäßig von ihren Partnerfirmen geschenkt. Wenn du Produkte kostenlos geschenkt bekommst, handelt es sich hier aus steuerrechtlicher Sicht trotzdem um Einnahmen. Das heißt, du musst auch Geschenke und Zusendungen versteuern und musst dementsprechend für deine Tätigkeit auf Instagram ein Gewerbe anmelden. Ausnahmen können gemacht werden, wenn:

 

  • Du Produkte zugeschickt bekommst, diese aber nicht nutzt und zeitnah an den Absender zurückschickst. Dann hast du keinen wirtschaftlichen Vorteil. Ähnlich verhält es sich, wenn dir Produkte zugeschickt werden und du diese auf deinem Instagram-Account zeigst und vorführst, und du diese anschließend direkt zurückschickst. Es findet dann kein Eigentumswechsel statt und du musst die Produkte nicht versteuern. Behältst du die zugeschickten Artikel, dann musst du sie versteuern.
  • Es sich um Streu- und Werbeartikel mit einem Wert von unter 10 Euro handelt.
  • Das werbende Unternehmen pauschal eine Steuer für die verschenkten Produkte bezahlt. Hier gibt es allerdings einiges zu beachten und es muss im Einzelfall geprüft werden, ob eine Pauschalierung möglich ist.

Ob du für Instagram ein Gewerbe anmelden musst oder nicht, du solltest in jedem Fall alle Zusendungen dokumentieren. Kommt das Finanzamt bei dir vorbei und möchte sehen, wie das mit den Zusendungen geregelt wurde, musst du entsprechende Dokumente vorlegen können. Nutzt einer deiner Partnerfirmen beispielsweise die Pauschalierung und führt die Steuer für die geschenkten Artikel ab, so musst du einen entsprechenden Kooperationsvertrag oder Ähnliches vorweisen können.

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Hinweis: Die Inhalte des gesamten Informationsangebots stellen keine Rechtsberatung dar, weil es sich lediglich um eine allgemeine Darstellung des rechtlichen Sachverhalts handelt und weil nicht auf individuelle Einzelfälle eingegangen wird.

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