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Silvesterbräuche in Deutschland: Welche Traditionen dürfen nicht fehlen?

Silvesterbrauch Raclette

Nach den  weihnachtlichen Feiertagen und den vielen verschiedenen Weihnachtsbräuchen steht schon Silvester vor der Tür. Jeder von uns feiert Silvester anders und doch gibt es in Deutschland bestimmte Silvesterbräuche, auf die wir einfach nicht verzichten möchten. Doch wer weiß, woher sie stammen und wie unterscheiden sie sich von denjenigen in anderen Ländern? Hier gehen wir den wichtigsten Bräuchen zum Jahreswechsel nach und erklären, was es damit auf sich hat.

Wie sind Silvesterbräuche entstanden?

Warum heißt der Abend des 31. Dezember eigentlich Silvester? Der Begriff geht auf Papst Silvester I. zurück, der am 31. Dezember 335 verstarb. Den Gedenktag des Papstes, in dessen Anwesenheit Ungläubige wie durch Wunderhand an Fischgräten erstickten, wird heutzutage jedoch nur von den wenigsten begangen. Statt eines Heiligen zu gedenken, feiern wir an Silvester den Jahreswechsel. Dieser steht für einen Wandel zum Besseren: Daher stammt auch die Tradition des Neujahrsvorsatzes.

Silvester Neujahrsvorsätze

 

Viele Silvesterbräuche gehen auf heidnische Traditionen und Glaubensvorstellungen zurück. Das neue Jahr wird als Umbruch und Neuanfang wahrgenommen. Dies geht beispielsweise aus dem Trinkspruch "Prosit Neujahr" hervor, mit dem man wünscht, das neue Jahr möge gelingen.

Silvester mit Tradition: Welche Bräuche sind besonders beliebt?

In Deutschland sind bestimmte Silvestertraditionen bundesweit bekannt. Hier haben wir für Dich die wichtigsten Neujahrsbräuche zusammengefasst.

Silvesterbrauch Blei gießen

Bleigießen

Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, die Zukunft vorhersehen zu können? Schon die Römer beschäftigten sich mit solchen Gedanken - und erfanden dabei das Bleigießen. Bei dieser Silvester Tradition werden Bleistücke über einem kleinen Feuer erhitzt. Das geschmolzene Metall wird anschließend in eine Schüssel mit kaltem Wasser gegossen, wo es eine bestimmte Form annimmt. Diese wird frei interpretiert, wobei ein herz-ähnliches Stück Metall für Liebe stehen, ein Blumen ähnelndes Stück jedoch eine neue Freundschaft vorhersagen soll. Seit 2018 ist das Bleigießen jedoch verboten, da Blei Giftstoffe enthält. Seitdem wird auf Zinn oder Teig zurückgegriffen.

Dinner for One

Jedes Jahr an Silvester feiert Miss Sophie ihren 90. Geburtstag und jedes Jahr sehen ihr Millionen Deutscher dabei zu. Doch der Sketch aus dem Jahr 1963 ist gar kein Import aus Großbritannien, wie man vermuten könnte, sondern eine deutsche Produktion, in der britische Verschrobenheiten persifliert werden. Seit 1972 gehört der 18 Minuten dauernde Sketch zum Silvesterprogramm.

Feuerwerk als Silvesterbrauch

Feuerwerke

Kein Silvester ohne Feuerwerk: Zum Jahresende lassen es die Deutschen gewaltig krachen. In Deutschland ist es per Gesetz erlaubt, an Silvester und am Neujahrstag Böller und Raketen zu zünden. Allerdings wird im öffentlichen Raum immer heftiger über diese Silvester Tradition diskutiert, da es immer wieder zu Unfällen und Verletzungen kommt. Als echte Feuerwerk Alternative könnte sich die Lasershow für zuhause etablieren.

Raclette und Fondue

Wieso sich die Deutschen für das Silvestermahl durch ihre Schweizer Nachbarn haben inspirieren lassen, weiß man nicht. Vielleicht hängt es einfach damit zusammen, dass Raclette und Fondue wunderbar gesellig sind und die Stunden bis Mitternacht dank dieser Gerichte schnell vergehen. Ebenfalls beliebt sind Berliner, wobei man das Siedegebäck in Berlin als Pfannkuchen und in Teilen Bayerns als Krapfen bezeichnet.

Umfrage Silvesterbräuche

Gibt es regionale Unterschiede bei den Traditionen in Deutschland?

Das Rummelpottlaufen hat sich in einigen Teilen Norddeutschlands bis heute als Silvester Tradition erhalten. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Heischebrauch. Am frühen Silvesterabend ziehen kostümierte Kinder singend von Tür zu Tür und bitten um Süßigkeiten.

In Schiltach im Schwarzwald findet jedes Jahr der Schiltacher Silvesterzug statt. Der Ursprung dieser Tradition geht auf das frühe 19. Jahrhundert zurück. Die Teilnehmer versammeln sich auf dem Marktplatz, von wo aus sie singend bis zum Pfarrhaus ziehen. Dabei tragen sie alte Holzlaternen. Die Altstadt wird mit Pechfackeln beleuchtet, die für ein einzigartiges Flair sorgen.

Ein verhältnismäßig neuer Brauch ist die Silvesterfeier am Brandenburger Tor, die seit der Wiedervereinigung begangen wird. Für die Feier wird der zwei Kilometer lange Abschnitt der Straße des 17. Juni vom Brandenburger Tor bis zur Siegessäule für sämtlichen Verkehr gesperrt.

Etablieren sich langsam neue Bräuche?

Aufgrund er Globalisierung finden immer mehr Silvesterbräuche aus anderen Ländern ihren Weg nach Deutschland. Doch dies ist nicht der einzige Grund für neue Silvestertraditionen. Große Teile der Bevölkerung verzichten mittlerweile auf Silvesterbräuche, die sie als überholt empfinden.

Statt auf Sekt setzt man auf Laufen: Deutschlands größter Silvesterlauf wurde bereits 1982 ins Leben gerufen und findet auf der Strecke von Werl nach Soest statt. Zu den neueren Silvesterbräuchen gehört zudem die NDR-Silvesterparty in der Ostseegemeinde Timmendorfer Strand, auf die am Neujahrstag das Neujahrsanbaden folgt. Zahlreiche Restaurants in ganz Deutschland bieten spezielle Silvesterpakete für Gäste, die schlemmen und dabei dem bunten Treiben zusehen möchten.

 

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