Was ist Schiefer? Mr Beam erklärt's

Schiefer

In diesem Materialguide stellen wir euch Schiefer genauer vor. Schiefer wird wegen seiner Eigenschaften schon lange als Baumaterial verwendet. Heute kommt das Gestein jedoch nicht nur im Außenbereich, sondern auch im Inneren von Häusern, bei dekorativen Gegenständen und beim Basteln zum Einsatz. Durch eine Gravur mit dem Lasercutter kannst du dem schönen Material eine individuelle Note verleihen. Im Folgenden erfährst du, was Schiefer ist, welche Eigenschaften er hat und wo du ihn verwenden kannst.

Schiefer - Uraltes Gestein in vielfältiger Zusammensetzung

Schiefer Felswand

Schiefer ist ein weitverbreitetes natürliches Gestein, welches sich aus vielfältigen Bestandteilen zusammensetzt. Meist wird der Begriff für den sogenannten Tonschiefer verwendet, der neben Ton auch größere Mengen an Mineralen wie Quarz, Chlorit oder Feldspat enthält. Gelegentlich findest du in dem Naturmaterial auch Überreste von Fossilien. Charakteristisch für Schiefergestein sind die vielen parallelen Schieferungsflächen, an denen sich die Blöcke und Platten leicht spalten lassen.

Die heutigen Schiefervorkommen sind aus feinkörnigem Tonschlamm entstanden, der sich vor etwa 300 bis 400 Millionen Jahren am Boden der damaligen Meere abgelagert hat. Durch Bewegungen der Erdoberfläche wurden diese Tonschichten hohen Temperaturen und Drücken ausgesetzt. So verwandelten sie sich in Tonstein. Durch weitere Erdbewegungen zerbrach dieser Tonstein und wurde, abermals unter großer Hitze und hohen Drücken, schließlich zu Schiefergestein.

Wegen der enthaltenen Ablagerungen zählt Tonschiefer zu den sogenannten Sedimentgesteinen. Die Einwirkung von Temperaturen und Drücken bei der Entstehung macht ihn gleichzeitig zu einem metamorphen Gestein.

Wo und wie wird Schiefer abgebaut?

Schiefer Abbau

Schiefergestein kommt in vielen Ländern der Erde und auf beinahe allen Kontinenten vor. In Deutschland wird es seit Jahrhunderten in verschiedenen Regionen abgebaut. Größere Vorkommen finden sich hier fast ausschließlich in den Mittelgebirgen, vor allem im westlichen Deutschland sowie in Thüringen, Bayern und Sachsen. Im europäischen Raum gilt Spanien als der größte Schieferproduzent. Bedeutende Mengen des Gesteins finden sich aber auch in Frankreich und Großbritannien.

Da jedes Schiefervorkommen unter einzigartigen Bedingungen entstanden ist, haben Schiefer aus verschiedenen Regionen auch eine unterschiedliche Zusammensetzung. Das zeigt sich nicht nur an der Farbgebung, sondern auch an Eigenschaften wie der Härte oder der Spaltbarkeit.

Der Abbau des Schiefers erfolgt in der Regel unter Tage. Oft liegt das Gestein mehrere Hundert Meter tief unter der Erde. Dort wird es zunächst mit Diamantsägen in große Blöcke aufgeteilt, die dann an die Oberfläche gefördert werden. Bei der weiteren Bearbeitung kommt noch immer viel Handarbeit zum Einsatz. So löst etwa ein Spalter mit speziellen Werkzeugen aus den größeren Schieferblöcken einzelne Platten heraus. In weiteren Arbeitsschritten erhalten diese Platten schließlich ihre spätere Form.

Welche Schieferarten gibt es?

An der Bezeichnung der verschiedenen Schieferarten erkennst du fast immer ihre Herkunft. Schon vor etwa 100 Jahren vereinbarten die Schieferbetriebe und das Dachdeckerhandwerk in Deutschland Regionsbezeichnungen, die bis heute gelten. Nur Schiefer aus bestimmten Orten dürfen diese Bezeichnung tragen. Am häufigsten findest du folgende Schieferarten aus Deutschland:

  • Hunsrücker Schiefer
  • Moselschiefer
  • Sauerländer Schiefer (oder auch Schiefer aus Westfalen und Waldeck)
  • Thüringer Schiefer

Aus Oberfranken kommt zudem der Lotharheiler Schiefer. Bekannte europäische Schieferarten sind der Ligurische Schiefer aus Italien und der Porto-Schiefer aus dem portugiesischen Valongo.

Porto Schiefer

Neben diesen verbreiteten Tonschiefern findest du auch Schieferarten, die erst in einem zweiten Schritt aus Tonschiefer entstanden sind. Sie weisen daher andere Eigenschaften auf. So bildeten sich etwa im sogenannten Glimmerschiefer durch die weitere Einwirkung von Druck und Temperatur andere Minerale aus. Ein Beispiel dafür ist der schimmernde Otta Phyllit aus Norwegen. Die Bezeichnung Fruchtschiefer weist wiederum auf charakteristische kornförmige Mineraleinschlüsse im Gestein hin.

Schiefer besitzt viele nützliche Eigenschaften

Obwohl sich die verschiedenen Schiefer in Eigenschaften wie dem Farbton oder der Härte unterscheiden, haben sie auch viele gemeinsame Merkmale. Typisch ist vor allem die Spaltbarkeit des Gesteins. Sie führt dazu, dass Schiefer entlang der Schieferungsflächen in immer dünnere Platten aufgeteilt werden kann.

Für die verschiedenen Verwendungszwecke findest du meist Platten mit einer Stärke von etwa fünf Millimeter. Ihre Oberfläche ist naturgemäß nicht glatt, sondern rau und zeigt jeweils eine individuelle Struktur. Optional kannst du aber auch geschliffene Platten mit ebener Oberfläche erwerben.

Neben dem schichtförmigen Aufbau erkennst du das Gestein auch an seiner Farbe, die beim Tonschiefer typischerweise von hellgrau bis schwarz reicht. Je nach Zusammensetzung findest du bei einzelnen Schieferarten aber auch blaue, grüne oder rote Farbtöne.

Trotz der feinen Schichten hat Schiefer viele Eigenschaften, die ihn widerstandsfähig und langlebig machen. So sind die meisten Arten unempfindlich gegenüber Frost, Wind und Wasser. Außerdem kann das Gestein Wärme gut leiten und speichern, ist aber gleichzeitig nicht brennbar. Eine Ausnahme bilden hier sogenannte Ölschiefer, die noch vereinzelt zur Gewinnung von Öl oder Energie verwendet werden.

Lange Tradition als Baumaterial

Baustoff Schiefer

Schiefer ist wegen seiner Eigenschaften schon seit Jahrhunderten ein beliebtes Baumaterial. Er dient nicht nur als stabile, witterungsbeständige und brandfeste Abdeckung für das Dach, sondern kommt auch bei der Verkleidung und Gestaltung der Fassade zur Anwendung. In traditionellen Schieferabbauregionen wie Thüringen oder der Eifel kannst du die vielfältige Verwendung des Materials bis heute an zahlreichen Häusern sehen.

In jüngerer Zeit wird Schiefergestein auch gern im Innenbereich eingesetzt. Hier kannst du deinen Räumen damit ein natürliches, schlichtes und zugleich edles Aussehen verleihen. Beliebt sind vor allem Schieferfliesen, die einen attraktiven Bodenbelag bilden. Dieser lässt sich leicht reinigen und bietet bei natürlich belassener Oberfläche zugleich eine angenehme Rauigkeit. In Bad und Küche profitierst du zudem von der Wasserbeständigkeit des Gesteins.

Schiefer als Bodenbelag

Bei leichter Verschmutzung kannst du Schieferoberflächen einfach mit einem Besen oder mit einer Bürste reinigen. Alternativ lassen sie sich auch gut mit einem feuchten Tuch abwischen. Dabei solltest du allerdings nur klares Wasser oder etwas milde Seife verwenden, da aggressive Reiniger das Material angreifen. Spezielle Imprägniermittel können Schiefer im Haushalt langfristig vor dem Eindringen von Schmutz und Staub schützen und mit Stein- oder Schieferölen bringst du die Schieferoberflächen zum Glänzen.

Gestalten und Basteln mit Schiefer

Basteln mit Schiefer

Auch abseits des Hausbaus wird Schiefer schon seit Langem geschätzt. So war er für Generationen von Schülern und Lehrern als Schiefertafel ein fester Bestandteil des Alltags. Noch heute sind solche Tafeln erhältlich. Sie können in verschiedenen Bereichen, etwa in der Gastronomie oder auch im Büro, eine optisch ansprechende und ökologische Alternative zu Papier darstellen.

Kleinere Schieferplatten kannst du zudem als praktische und dekorative Elemente an vielen Stellen in Haus und Garten einsetzen. Ob als Hausnummernschild, als Untersetzer, als Einfassung für Beete oder als Pflanzenschild - das widerstandsfähige Material bietet dir eine gute Basis für vielerlei Verwendungsmöglichkeiten. Bei Besitzern von Aquarien und Terrarien ist Schiefergestein wegen seiner interessanten Optik ebenfalls beliebt.

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Zum Basteln kannst du Schieferplatten relativ preiswert in verschiedensten Größen und Formen erwerben, oft auch schon mit den passenden Bohrungen für die weitere Verarbeitung. So kannst du beispielsweise selbst individuelle Schilder und Schlüsselanhänger, einen Unterschlupf für deine Fische im Aquarium oder auch eine Weihnachtskrippe aus Schiefergestein erstellen.

Schiefer gravieren mit dem Mr Beam Lasercutter

Schiefer Deko

Mit einer Gravur des Schiefers lebst du deine Kreativität noch weiter aus. Der Mr Beam Lasercutter unterstützt dich dabei mit seiner Präzision und Geschwindigkeit. Ob Schriftzüge, Muster oder Bilder, Türschild oder Wanddekoration - mit dem Gerät erstellst du schnell und sauber dein gewünschtes Motiv auf unterschiedlichen Schieferplatten. Die helle Gravur bildet dabei mit der dunklen Farbe des Schiefers einen tollen Kontrast. Du kannst mit dem Lasercutter aber nicht Schiefer bearbeiten, sondern auch viele anderen Materialien, wie z.B. Holz, Kork, Filz und Acryl. Aus Acryl kannst du wunderbar deine eigenen Schablonen basteln. Die Anwendungen sind wirklich sehr vielfältig.

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